„Wilhelm Brasse – Der Fotograf von Auschwitz“ von Lucca Crippa & Maurizio Onnis

Aloha ihr lieben Bücherfreunde!

Da ich euch dieses Jahr noch nicht ein einziges Buch vorgestellt habe, möchte ich das heute unbedingt nachholen. Bei einen meiner Streifzüge durch die Buchhandlung habe ich dieses gute Stück entdeckt und natürlich auch mitgenommen. Wie hätte es auch anders sein können.

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Format: Hardcover
Seiten: 325 Seiten
Verlag: Blessing
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3896675311
ISBN-13: 978-3896675316
Preis: 19,95

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Fast alle bekannten Auschwitz-Fotos stammen von Wilhelm Brasse. Wer ist dieser Mann, der für die Lagerleitung das Grauen fotografieren musste?

1940 wird Wilhelm Brasse, Sohn eines Österreichers und einer Polin, nach Auschwitz deportiert. In drei Monaten wird er tot sein, sagt man ihm. Als die Lagerleitung hört, dass er eine Ausbildung als Fotograf absolviert hat, lässt sie ihn im sogenannten Erkennungsdienst in Block 26 arbeiten. Angebote, sich der Wehrmacht anzuschließen, weist er zurück. In den nächsten Jahren muss er etwa 50.000 Fotos von Häftlingen machen. Entgegen den Anordnungen der Lagerleitung versucht Wilhelm Brasse ihnen Respekt und Mitgefühl zu zeigen und retuschiert oft aufwendig die Porträts. Zugleich versucht er sich mit seiner Arbeit, die ihm gewisse Privilegien verschafft, von dem Grauen ringsum abzuschotten. Vergeblich, denn bald muss er auch die barbarischen Versuche der Lagerärzte an Zwillingen und Frauen dokumentieren. Er schmuggelt Fotos hinaus und hat am Ende nur noch ein Ziel: die Vernichtung dieser Aufnahmen durch die fluchtbereiten SS-Männer zu verhindern.

Dieses Buch erzählt erstmals ausführlich Wilhelm Brasses Geschichte – die Geschichte eines Mannes, der überleben wollte, ohne sich gänzlich dem Terror anzupassen

Quelle : Blessing Verlag

 

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Eine sehr bewegende Lebensgeschichte eines Fotografen.

Auf den insgesamt 325 Seiten schildern die beiden Autoren die über fünf Jahre Gefangenschaft des Fotografen Wilhelm Brasse. Sie schildern dabei seine Aufgaben, die Gräueltaten welche er ausgesetzt ist, aber auch seine Gedanken und persönlichen Veränderungen. Besonders beeindruckt hat mich, dass Menschen in der Lage sind, ihr Denken und Handeln in grausamen Zeiten infrage stellen und sogar verändern können. Obwohl im Mittelpunkt natürlich Wilhelm Brasse steht, werden die einzelnen Schicksale um ihn herum nicht ausgeblendet. So wird zum Beispiel die Hochzeit von Auschwitz geschildert und noch einige mehr.

Kein typisches Sachbuch.

Da ich relativ selten in der Buchhandlung in ein gewähltes Buch rein lese, dachte ich mir es ist ein typisches Sachbuch über den Fotografen. Dem ist allerdings nicht so. Die Zeit in Auschwitz wird in Form eines Romans geschildert. Dadurch wird es dem Leser ermöglicht ein wenig Abstand und vielleicht sogar einen anderen Blickwinkel auf das gesamte Geschehen zu bekommen. Kalt lässt einen das Schicksal aber dennoch nicht und geht unglaublich unter die Haut.

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Ich möchte euch dieses Buch wirklich ans Herz legen und hoffe sehr das es von vielen gelesen wird.

Schriftzug

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2 Kommentare zu “„Wilhelm Brasse – Der Fotograf von Auschwitz“ von Lucca Crippa & Maurizio Onnis

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