„Who I am Not“ von Ted Staunton

WhoIamnot

Format: Broschiert
Seiten: 223 Seiten
Verlag: Arena
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401600451
ISBN-13: 978-3401600451
Preis: 12,99

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„Es ist einfacher, wenn ich euch erzähle, wer ich nicht bin. Ich bin weder Kerry Ludwig noch Sean Callahan. Ich bin weder David Alvierez noch Peter McLeod oder Frank Rolfe. David Alvierez wäre ich gern gewesen. Ich sehe zwar nicht aus wie ein Latino, aber der Name klingt exotisch. All diese Jungs bin ich einmal gewesen, aber keiner von ihnen war ich. Und Danny Dellomondo bin ich auch nicht, egal, was ich gesagt habe. Wäre ich Danny, würde ich das jetzt nicht erzählen, oder?“

Quelle: Arena-Verlag

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 Bevor ich mit dem Lesen eines Buches beginne und in die fremde Welt eintauche, lese ich mir den Klappentext und auch die Autorenbeschreibung durch. ( Außer ich erhalte eine Warnung, dass ich es lieber nicht tun sollte. ) Irgendwie hat sich das bei mir so eingebürgert. Bei diesem Buch war es nicht wirklich anders. Nur das Wörtchen „wahr“ ist mir beim Lesen aufgefallen, aber ich habe mir dabei nicht wirklich viel gedacht. Aber dazu gleich mehr.

Das kenne ich doch irgend woher und meine anfängliche Enttäuschung.

Zwischen den beiden Buchdeckeln wird die Geschichte eines Jungen erzählt, der so einige Hürden und schwierige Zeiten hinter und auch noch vor sich hat. Aufgrund von ungünstigen Umständen gerät er in die Situation sich für jemanden anderen auszugeben, der seit einiger Zeit vermisst wird. Warum, wieso, weshalb und wie alles endet möchte ich euch an dieser Stelle nicht verraten.

Kommen wir lieber wieder zurück zu dem kleinen aber feinen Wörtchen „wahr“. Beim Lesen der ersten Seiten stellte ich fest, dass ich die Geschichte doch kenne. Und dem war auch so. Vor einiger Zeit habe ich eine Kriminalsendung gesehen, in der über diese Geschichte berichtet wurde. Ich fand das damals sehr gruselig, dass so etwas überhaupt möglich wahr. Diese wahre Begebenheit greift nun der Autor in seiner Geschichte auf. Anfänglich war ich doch sehr enttäuscht, da ich das Gefühl hatte, dass es eins zu eins das Gleiche ist. Und ich bin sehr froh, dass es dann doch nicht so gekommen ist und der Autor seine eigenen Ideen und Gedanken mit einfließen lassen hat. Was die Geschichte natürlich um einiges spannender und lesenswerter gemacht hat und mir im Großen und Ganzen gut gefallen hat.

Leicht und angenehm zu Lesen

Den Schreibstil von Ted Staunton fand ich sehr angenehm und leicht zu lesen. Somit konnte man sich sofort in die Geschichte hineinfallen lassen. Wie es bei einem Jugendbuch einfach der Fall sein sollte.

Durchwachsene Charaktere

Die richtigen Worte für die Charaktere zu finden fällt mir ziemlich schwer. Irgendwie konnte ich zu keinem eine richtige Verbindung aufbauen bzw. ist es mir ziemlich schwer gefallen, was ich persönlich sehr schade fand. Vielleicht lag es daran, dass ich zu beginn des Buches enttäuscht war und dadurch ein wenig blockiert war. Aber so wirklich kann ich es nicht sagen.

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Wer die wahre Geschichte dahinter nicht kennt und auch noch nichts darüber gehört hat, dem kann ich durchaus dieses Buch empfehlen. Alle anderen sollten vielleicht nicht zu diesem Buch greifen, weil sie vielleicht genauso am Anfang enttäuscht werden könnten wie ich.

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„Wilhelm Brasse – Der Fotograf von Auschwitz“ von Lucca Crippa & Maurizio Onnis

Aloha ihr lieben Bücherfreunde!

Da ich euch dieses Jahr noch nicht ein einziges Buch vorgestellt habe, möchte ich das heute unbedingt nachholen. Bei einen meiner Streifzüge durch die Buchhandlung habe ich dieses gute Stück entdeckt und natürlich auch mitgenommen. Wie hätte es auch anders sein können.

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Format: Hardcover
Seiten: 325 Seiten
Verlag: Blessing
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3896675311
ISBN-13: 978-3896675316
Preis: 19,95

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Fast alle bekannten Auschwitz-Fotos stammen von Wilhelm Brasse. Wer ist dieser Mann, der für die Lagerleitung das Grauen fotografieren musste?

1940 wird Wilhelm Brasse, Sohn eines Österreichers und einer Polin, nach Auschwitz deportiert. In drei Monaten wird er tot sein, sagt man ihm. Als die Lagerleitung hört, dass er eine Ausbildung als Fotograf absolviert hat, lässt sie ihn im sogenannten Erkennungsdienst in Block 26 arbeiten. Angebote, sich der Wehrmacht anzuschließen, weist er zurück. In den nächsten Jahren muss er etwa 50.000 Fotos von Häftlingen machen. Entgegen den Anordnungen der Lagerleitung versucht Wilhelm Brasse ihnen Respekt und Mitgefühl zu zeigen und retuschiert oft aufwendig die Porträts. Zugleich versucht er sich mit seiner Arbeit, die ihm gewisse Privilegien verschafft, von dem Grauen ringsum abzuschotten. Vergeblich, denn bald muss er auch die barbarischen Versuche der Lagerärzte an Zwillingen und Frauen dokumentieren. Er schmuggelt Fotos hinaus und hat am Ende nur noch ein Ziel: die Vernichtung dieser Aufnahmen durch die fluchtbereiten SS-Männer zu verhindern.

Dieses Buch erzählt erstmals ausführlich Wilhelm Brasses Geschichte – die Geschichte eines Mannes, der überleben wollte, ohne sich gänzlich dem Terror anzupassen

Quelle : Blessing Verlag

 

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Eine sehr bewegende Lebensgeschichte eines Fotografen.

Auf den insgesamt 325 Seiten schildern die beiden Autoren die über fünf Jahre Gefangenschaft des Fotografen Wilhelm Brasse. Sie schildern dabei seine Aufgaben, die Gräueltaten welche er ausgesetzt ist, aber auch seine Gedanken und persönlichen Veränderungen. Besonders beeindruckt hat mich, dass Menschen in der Lage sind, ihr Denken und Handeln in grausamen Zeiten infrage stellen und sogar verändern können. Obwohl im Mittelpunkt natürlich Wilhelm Brasse steht, werden die einzelnen Schicksale um ihn herum nicht ausgeblendet. So wird zum Beispiel die Hochzeit von Auschwitz geschildert und noch einige mehr.

Kein typisches Sachbuch.

Da ich relativ selten in der Buchhandlung in ein gewähltes Buch rein lese, dachte ich mir es ist ein typisches Sachbuch über den Fotografen. Dem ist allerdings nicht so. Die Zeit in Auschwitz wird in Form eines Romans geschildert. Dadurch wird es dem Leser ermöglicht ein wenig Abstand und vielleicht sogar einen anderen Blickwinkel auf das gesamte Geschehen zu bekommen. Kalt lässt einen das Schicksal aber dennoch nicht und geht unglaublich unter die Haut.

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Ich möchte euch dieses Buch wirklich ans Herz legen und hoffe sehr das es von vielen gelesen wird.

Schriftzug

„Auf dünnem Eis – Die Psychologie des Bösen“- von Lydia Benecke

Aloha ihr lieben Bücherfreunde!

Neben Romanen der verschiedensten Genres lese ich auch sehr gerne Sachbücher. Eins davon möchte ich euch heute vorstellen, welches mir wirklich gut gefallen hat.

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Format: Softcover
Seiten: 327 Seiten
Verlag: Lübbe
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785760957
ISBN-13: 978-3785760956
Preis: 14,99

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EIN FASZINIERENDER EINBLICK IN DIE ABGRÜNDE DER MENSCHLICHEN SEELE

Auf dünnem Eis befinden wir uns, wenn wir Mörder, brutale Vergewaltiger, Profikiller oder eiskalte Psychopathen als „böse“ abstempeln und weit von uns schieben. Lydia Benecke rekonstruiert grausame Verbrechen, erzählt von echten Fällen aus ihrer eigenen Praxis und wirft die hoch spannende Frage auf: Wie viel davon steckt in jedem von uns? “

Quelle: Verlag-Lübbe

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Wenn ein Buch sich langsam dem Ende nähert, mache ich mir in der Regel meistens schon Gedanken über das Nächste. Da mir dieses schon seit geraumer Zeit durch den Kopf gespuckt ist und ich wirklich Lust hatte darauf, habe ich einfach mal danach gegriffen. Und ich kann wirklich sagen es war das richtige Buch zur richtigen Zeit.

Das anlockende Buchcover und der neugierig machende Buchtitel

Normalerweise reizen mich Buchcover auf denen frontal Personen abgebildet sind nicht so sehr. Manchmal schrecken sie mich sogar ab, wenn ich den Autor oder die Autorin nicht kenne. Bei diesem allerdings hat es mich regelrecht angelockt, den Klappentext im Buchhandel zu lesen. Die Autorin schaut einen mit so viel Stärke, Selbstbewusstsein und Motivation an, das ich es erst kaufen und später dann lesen musste. Da die Autorin ihre eigene Meinung und eigenen Erfahrungen in dieses Buch mit einfließt lässt ist das Buchcover meiner Meinung nach gut gewählt wurden.

Am Anfang dachte ich mir, was hat dünnes Eis mit der Psychologie des Bösen zu tun. Diese Frage hat mich wirklich neugierig auf den Inhalt des Buches gemacht und ich bin sehr froh das die Autorin mir diese Frage beantworten konnte. Somit passt der Titel des Buches wirklich hervorragende zum Inhalt.

Ein Sachbuch das Meinungen grundlegenden verändern wird

Das Buch ist in neun Kapitel unterteilt, welche einen Stück für Stück in diese Thematik einführt und dabei die eigene Meinung immer weiter überdenken und verändern lässt. Neben den theoretischen Aspekten, die meiner Meinung einfach dazugehören, um das große Ganze zu verstehen, schildert Lydia Benecke auch einige große Kriminalfälle bzw. beschreibt die Täter und ihre Sichtweise auf diese. Was mir besonders gut gefallen hat, war das die Autorin auch immer wieder ihre eigenen Erfahrungen, Meinung und Sichtweisen mit integriert hat.

Packender Schreibstil

In der Regel ist der Schreibstil von Sachbüchern nüchtern, sachlich, durchaus auch schwierig zu lesen und nicht so packend. Das ist der Schreibstil von Lydia Benecke auch, bis auf eine Ausnahme: Er ist packend und fesselnd. Dadurch wurden mir tolle und wissensbringende Lesestunden geschenkt.

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Wer sich für die Thematik Psychologie des Bösen interessiert, kann ich dieses Buch wirklich empfehlen. Für alle anderen, vielleicht schnuppert ihr einfach mal rein und es wird euch genauso fesseln wie mich. Ich hoffe sehr das Lydia Benecke noch weitere Bücher schreiben wird.

Eure

Schriftzug

„Der Report der Magd“ von Margaret Atwood

Aloha ihr lieben Bücherfreunde!

Es ist schon wieder eine ganze Weile her, als ich euch das letzte Buch vorgestellt habe. Aus diesem Grund wird es mal wieder höchste Zeit dies nachzuholen.

DerReportDerMagdSeiten: 398 Seiten
Verlag: ehemals Fischer jetzt List
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548607187
ISBN-13: 978-3548607184
Preis: 9,99 €

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Gegen Ende des 20. Jahrhundert haben fanatische religiöse Sektierer im Norden der USA die sogenannte Republik Gilead installiert, deren oberstes Ziel die Sicherung der Fortpflanzung ist, nachdem die „europiden Rassen“ seit Jahren einen drastischen Geburtenrückgang zu verzeichnen hatten. Perfide Machtstrukturen sollen die größtmögliche Ausbeutung der weiblichen Gebärfähigkeit gewährleisten; dazu gehören die totale Endmündung der Frauen und ihre Klassifizierung in Hausfrauen, Gebärmaschinen und Dienerinnen. Wer nicht funktioniert oder sich widersetzt, wird zur „Unfrau“ erklärt und in die Kolonien zur Giftmüllbeseitigung abgeschoben. Eine dieser jungen, zu Reproduktionszwecken rekrutierten Frauen, der sogenannten Mägde, die den männlichen Führungskräften von Gilead als Zweitfrau zugewiesen werden, ist Desfred, die Hauptfigur und Erzählerin des Romans.[…]“

Quelle: Fischer-Verlag

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Eine Geschichte über die Unterdrückung, Erniedrigung und die Einteilung der Frauen in vier Klassen, hat mir beim Lesen wirklich unangenehme Gänsehaut und kalte Schauer bereitet. Es zeigt einen, wie wichtig die eigene Freiheit und der eigene Wille für einen persönlich ist. Ich möchte es nicht missen wollen. Wer möchte das schon? Auf der anderen Seite zeigt uns Margaret Atwood, wie schnell es gehen kann, all das zu verlieren und nicht so schnell wieder zu bekommen. Durch systematische Einschränkungen, Angst, Gewalt und permanente Überwachung. Obwohl das Buch fast schon dreißig Jahre alt ist, hat es doch von seiner Bedeutung nichts verloren. Denn immer noch Kämpfen Menschen um ihre persönliche Freiheit und Meinungsäußerung.

Der Report der Magd war mein erstes Buch der Autorin und so hatte ich am Anfang doch einige Probleme mit dem Schreibstil. Irgendwie hat er mich nicht so wirklich in der Geschichte gehalten und manchen Satz musste ich doch mehrmals lesen. Mit der Zeit konnte mich der Schreibstil dann doch in seinen Bann ziehen und war angenehm leicht sowie flüssig zu lesen. Bei manchen Autoren braucht man halt ein wenig mehr Geduld oder Zeit, welche sie durchaus verdient haben.

Der Report der Magd

Neben dem Schreibstil hatte ich am Anfang auch mit den zeitlichen Wechseln so meine Probleme. Ich musste mir immer wieder in Erinnerung rufen, dass die Geschichte jetzt in der Vergangenheit oder wieder in der Gegenwart ist. Am Anfang ist dies ein wenig verzwickt, was meiner Meinung nach, aber nicht der Geschichte schadet.

In die Protagonistin, welche die Geschichte erzählt, konnte ich mich gut hinein versetzen. Ich konnte gut mit ihr mitfühlen und mitleiden. Sie kämpft mit ihrer inneren Zerrissenheit, welche die Autorin wirklich gut an den Leser transportiert.

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Mein Fazit lautet: Lesen, Lesen, Lesen.

[Rezension] “Die Bruderschaft” von John Grisham

Aloha ihr lieben Bücherfreunde,

lang ist es her, als ich euch das letzte Buch vorgestellt habe. Manchmal kommt man mit dem Lesen nicht so schnell hinterher, wie man gerne darüber schreiben würde.

DieBruderschaft

Seiten: 448 Seiten
Verlag: Heyne
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453210697
ISBN-13: 978-3453210691
Preis: 9,99 €

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Drei verurteilte, ehemals angesehene Richter brüten im Gefängnis über einen genialen Coup. Mit scheinbar harmlosen Briefen locken sie zahlungskräftige Opfer an, die sie dann erbarmungslos erpressen. Sie sind gerissen und haben die richtigen Kontakte, aber wird ihre Rechnung tatsächlich aufgehen? Als die Bruderschaft an einen mächtigen Politiker gerät, droht die Sache aus dem Ruder zu laufen.“

Quelle: Heyne-Verlag

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In meinem Lesejahr gibt es immer mal wieder den Moment oder besser gesagt die Lust nach einen schönen typischen John Grisham Roman. Mit viel Justiz, Wendungen und natürlich ganz viel Spannung. Und so griff ich mit viel Freude nach „Die Bruderschaft“ und wurde leider ein wenig enttäuscht. Aber fangen wir von vorne an….

Das Cover gefällt mir persönlich wirklich gut und ich finde es spiegelt den Inhalt des Buches wieder. Zwar ist das einem am Anfang noch nicht so bewusst und man wundert sich vielleicht ein bisschen darüber, aber mit fortlaufender Geschichte fällt einem das immer deutlicher auf. Ich finde es klasse, wenn Buchcover und Inhalt zusammenpassen.

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Die Geschichte allerdings hat mir nicht so gut gefallen. Es ist zwar keine Schlechte und es gibt durch aus Momente wo man wissen möchte, wie es weiter geht, aber größtenteils hat einfach die Spannung und der Höhepunkt gefehlt. Es plätscherte alles nur so vor sich hin und war sehr monoton. Ich hatte teilweise das Gefühl, das dem Autor für diese Geschichte einfach die entscheidende Idee beim Schreiben nicht gekommen ist oder er selber die Spannung in der Geschichte nicht greifen konnte.

Zum Schreibstil des Autors brauche ich, denke ich jedenfalls, nicht mehr so viel zu sagen. Ich mag ihn sehr, da er sehr angenehm, leicht und flüssig zu lesen ist und einen so wunderbar in die Geschichte hineinzieht. Das ist ihm auch bei dieser Geschichte gelungen, denn schließlich habe ich das Buch ja nicht abgebrochen. Und Grisham schafft es immer wieder seinen Charakteren dem Leser so unglaublich nahe zu bringen. Man kann sich in diese hinein versetzen und man weiß manchmal gar nicht mehr, auf welcher Seite man eigentlich steht, weil einem wirklich alle näher gebracht worden sind.

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Wer vorher noch kein Buch von John Grisham gelesen hat, sollt nicht nach diesem greifen. Allen anderen probiert es. Vielleicht gefällt die Geschichte euch ja besser als mir. Ich finde allerdings, dass die Geschichte nicht zu seinen Besten gehört, aber man kann ja auch nicht immer in Hochform sein.

Eure

Schriftzug

[Rezension] “Pinguinwetter” von Britta Sabbag

Aloha ihr lieben Bücherfreunde,

heute möchte ich euch wieder ein Buch vorstellen, welches ich erst vor kurzen gelesen habe. Ich hatte mir das Buch damals von einem Geburtstagsgutschein gekauft und nun endlich die Lust es zu lesen gehabt. Der zweite Band dazu liegt auch schon auf meinem SuB. Welch Überraschung. 🙂

Pinguinwetter
Seiten: 248 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404166523
ISBN-13: 978-3404166527
Preis: 8,99 €

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DAS SCHLIMME AN HALBWAHRHEITEN IST, DASS IMMER DIE FALSCHE HÄLFTE GEGLAUBT WIRD

Charlotte wird auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gefeuert. Außerdem erhält sie von ihrer Mutter äußerst fragwürdige SMS aus der U-Haft in Grönland. Dann entscheidet sich ihr Immer-mal-wieder Mann Marc auch noch, endlich in den Hafen der Ehe einzuschiffen – allerdings nicht mit ihr. Und nun? Rein in die rosa Babyelefantenhose und rauf aufs Sofa!

Um Charlotte auf andere Gedanken zu bringen, drückt Freundin Trine ihr Sohnemann Finn aufs Auge. Als es bei einem Zoobesuch zu einem Beinahe-Unfall kommt, steht Charlotte der alleinerziehende Eric als Retter in der Not zur Seite. Weil der jedoch glaubt, Charlotte sei Finns Mutter, geht der Schlamassel erst richtig los … “

Quelle: Verlag Bastei Lübbe

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Wenn ich vor meinen SuB stehe und ich mich wieder für ein neues Buch entscheiden möchte greife ich eher selten zum Genre Chick-Lit. Ab und an passiert es aber dann doch das ich darauf wirklich Lust habe. So war es auch mit Pinguinwetter von Britta Sabbag und es hat mir wirklich schöne und humorvolle Lesestunden gebracht.

In Pinguinwetter kann man Charlotte ein Stück auf ihrem steinigen und holprigen Lebensweg begleiten. Man erlebt mit ihr die Kündigung, die Trennung von ihrem Immer-mal-wieder Mann und so manch andere Ereignisse. Auf diesem Stück erlebt man aber nicht nur humorvolle und kopfschüttel Momente, sondern auch so manche Momente die einen selbst zum Nachdenken anregen. Was mich persönlich schon positiv überrascht hat.

Pinguinwetter

Charlotte ist mir im Laufe der Geschichte sehr sympathisch geworden und ist mir doch sehr ans Herz gewachsen. Die Freundinnen von Charlotte fand ich auch sehr angenehm und finde es irgendwie immer schön zu lesen, wenn Freundinnen füreinander da sind. Freundschaft ist doch einfach was schönes.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht, angenehm und lässt einen schnell durch die Geschichte fliegen. Genau die richtige Mischung für diese Art von Roman, die einen für ein paar Stunden aus dem eigenen Alltag entfliehen lässt.

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Wer sich ein paar heitere Lesestunden gönnen möchte, kann ich dieses Buch eigentlich nur empfehlen.

Eure

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[Rezension] “Der Anfang von Danach” von Jennifer Castle

Aloha ihr lieben Bücherfreunde,

nach einer gefühlten Ewigkeit möchte ich euch heute mal wieder ein Buch vorstellen. Gesehen habe ich dieses Buch das erste mal in einem Youtube-Video von Julia Müller und seit dem hat mich dieses Cover einfach nicht mehr losgelassen. Ja und wer mich kennt weiß, dass es dann nicht mehr lange dauern kann bis das Buch bei mir einzieht. *hüstelhüstel* Jedes buch brauch ja irgendwie ein zu Hause nicht wahr?! 🙂

DerAnfangVonDanachSeiten: 379 Seiten
Verlag: Carlsen
Sprache: Deutsch
ISBN-10:  3-551-58266-9
ISBN-13:978-3-551-58266-9
Preis: 18,90 €

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Plötzlich hörte ich vor dem Haus ein Geräusch. „Bleib dran, Meg“, sagte ich. „Ich glaube, da ist jemand an der Tür.“ Wir schwiegen ein paar Sekunden gemeinsam, und ich hörte, wie mein Atemrhythmus sich dem von Meg am anderen Ende der Leitung anpasste. Da war es wieder. Zweimaliges Klopfen. Nachdrücklich. Neben unserer Haustür war ein großes Fenster, und ich zog langsam den Vorhang auf, nur ein kleines Stück, bis ich sehen konnte, wer es war. Es war ein Polizist. Er stand mit gesenkten Kopf da und hielt die Mütze in der Hand. Das war der Moment. Das Ende von Davor, und der Anfang von Danach.

Zeichnung-2Es gibt viele Ereignisse, die ein Leben verändern können. Große und Kleine. Wichtige und Unwichtige. Aber keine Verändern ein Leben so stark wie der Verlust eines geliebten Menschen oder Wegbegleiter. Er ist endgültig und kann in keiner Form wieder rückgängig gemacht werden. Egal wie sehr man sich dies auch wünscht.

Jeder Einzelne von uns muss dabei seinen eigenen Weg finden, wie er mit diesem Verlust und der Trauer umgeht. So auch die beiden Protagonisten Laurel und David. Beide verlieren an einem heiteren und ausgelassenen Abend ihre Familien. Mal zusammen und mal getrennt gehen beide diesen unbekannten Weg und lernen sich dadurch näher kennen.

DerAnfangVonDannach

Der Schreibstil der Autorin war für mich sehr angenehm, ruhig und leicht. Er hat meiner Meinung nach sehr gut zur Geschichte gepasst und das Gefühl des Verlustes, der Trauer, aber auch die Hoffnung widergespiegelt und auf mich beim Lesen übertragen.

Von beiden Protagonisten, war mir Laurel gleich zu Beginn sympathisch, angenehm und ich konnte mich in sie hineinversetzten. Bei David allerdings ist dieses Gefühl erst im Laufe der Geschichte entstand.

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Die Geschichte von „Der Anfang von Danach“ hat mich an einigen Stellen doch sehr mitgenommen und ich habe die ein oder andere Träne vergossen. Wenn ihr dieses Buch auf euren SuB liegen habt dann kann ich es euch nur empfehlen zu lesen.
Eure

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[Rezension] “Zehn Milliarden” von Stephen Emmott

Aloha ihr lieben Bücherfreunde,

nach sehr langer Ruhepause, welche noch nicht ganz vorbei ist, weil meine Masterarbeit noch nicht abgeschlossen ist, möchte ich euch mal wieder ein für mich gutes Buch vorstellen.

 ZehnMillarden

Seiten: 206 Seiten
Verlag: Suhrkamp
Sprache: Deutsch
ISBN-10:  351842385-1
ISBN-13:978-351842385-1
Preis: 14,95 €

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Für die Herstellung eines Burgers braucht man 3000 Liter Wasser. Wir produzieren in zwölf Monaten mehr Ruß als im gesamten Mittelalter und fliegen allein in diesem Jahr sechs Billionen Kilometer. Unsere Enkel werden sich die Erde mit zehn Milliarden Menschen teilen müssen. Haben wir überhaupt eine Zukunft?

Stephen Emmott greift auf neueste Erkenntnisse zurück und zeigt, dass wir uns längst den Boden unter den Füßen weggezogen haben. Sein Buch ist drastisch, doch viel drastischer ist, was wir der Erde angetan haben. Zehn Milliarden ist der letzte Weckruf, den wir nicht überhören dürfen.

Quelle: Suhrkamp-Verlag

 

Zeichnung-2Manche Gestaltungen von Buchcovern stechen aufgrund ihrer Schlichtheit aus der Masse heraus und ziehen einen dann wie magisch an. Jedenfalls ziehen sie mich immer magisch an und schwirren dann solange in meinem Kopf herum, bis ich es endlich neu oder gebraucht gekauft habe. Bei diesem Buch war es nicht viel anderes. Das Buchcover ist auf seine wesentlichen Bestandteile, Titel, Autor und Verlag, reduziert und kommt ohne großen Schnickschnack daher. Neben der Schlichtheit kommt es auch mit nur drei Farben aus, welche mir in ihrem Zusammenspiel wirklich gut gefallen.

Das Konzept der Schlichtheit setzt sich auch in der Innengestaltung des Buches fort und verschafft somit den Fakten, welche besprochen werden, den nötigen Raum, denn sie meiner Meinung nach benötigen und verdient haben. Der Autor Stephen Emmot beschreibt die Probleme unserer Erde, ohne viel Drumherum und lässt einen am Ende des Buches nachdenklich zurück und sein eigenes Handeln in der einen oder anderen Weise hinterfragen.

Ohne dieses Aufbauschen der Fakten liest sich dieses Buch sehr schnell und der angenehme und klare Schreibstil tut dabei sein übriges. Die Schnelligkeit wirkt sich bei diesem Buch nicht negativ aus, sondern hat für mich sogar etwas sehr angenehmes und somit konnte ich die Fakten im ganzen „verdauen“ und musste nicht immer wieder eintauchen in die Sachlage.

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Schonungslos zählt Emmott die Fakten auf und schafft es einen wirklich über alles nachzudenken und sein Handeln zu überdenken und zu hinterfragen. Ich kann nur eins sagen lest dieses Buch bitte.

 Eure

Schriftzug

[Rezension] “Die letzte Stunde” von Charles Sheehan-Miles

Aloha ihr lieben Bücherfreund,

heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, das für mich eine absolute Premiere war oder auch immer noch ist. Es ist nämlich mein allererstes Rezensionsexemplar, welches ich freundlicherweise zur Verfügung gestellt bekommen habe. Und ihr könnt euch nicht vorstellen wie ich mich darüber gefreut habe.

DieLetzteStundeSeiten: 470 Seiten
Verlag: Cincinnatus Press
Sprache: Deutsch
ISBN-10:  1632020033
ISBN-13: 978-1632020031
Preis: 14,97 €

Zeichnung-1Die 28-jährige Carrie Thompson-Sherman führt das Leben, das sie sich immer gewünscht hat: Sie hat ihren Doktor gemacht, eine gute Anstellung und einen wunderbaren Ehemann. Ihr schönes Leben beginnt aus den Fugen zu geraten, als neidische Kollegen durch Intrigen ihre Stellung gefährden und ein scheußliches Geheimnis ans Licht kommt, das Ray aus Afghanistan mit nach Hause gebracht hat. Alles hängt am seidenen Faden nachdem ihr Ehemann und ihre Schwester bei einem schrecklichen Autounfall lebensgefährlich verletzt werden. Mit gebrochenem Herz muss Carrie die schlimmste Entscheidung ihres Lebens treffen.

Eine Entscheidung, die alles verändern wird.“

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Es ist nun schon wieder fast zwei Woche her, als ich das Buch mit Tränen in den Augen geschlossen habe und es fällt mir immer noch sehr schwer meine Gedanken und Gefühle in die richtigen Worte zufassen. Ich hab das Gefühl, das es mir noch nie so schwergefallen ist, wie bei diesem Buch. Schließlich möchte ich dem Buch ja gerecht werden und es euch näher bringen.

Zuerst war ich ein wenig skeptisch, als das Buch bei mir angekommen ist. Es hat eine untypische Größe und ist von der Qualität des Einbandes nicht wie gewohnt, aber es gibt immer wieder Momente im Leben, in dem der erste Eindruck wirklich täuscht und am Ende etwas bezauberndes heraus kommt. So ging es mir mit diesem Buch und ich bin wirklich froh das ich es gelesen habe und die wunderbaren Charaktere kennenlernen und in mein Herz schließen durfte.

Die Gestaltung des Buchcovers finde ich sehr gelungen und ich denke, dass ich im Buchladen eine Weile um dieses Buch geschlichen wäre und es mir dann irgendwann gekauft hätte, da mich das Cover sehr neugierig gemacht hätte. Was mir ebenfalls gefällt ist der Titel, der wirklich gut zum Inhalt passt und keine falschen Vorstellungen hervorruft.

Zwischen den beiden Buchdeckeln findet man die Geschichte von zwei Menschen die nicht unterschiedlicher hätten sein können, aber dennoch zueinanderfinden und durch das Leben gezeichnet werden. Es werden die unterschiedlichsten Themen behandelt, von Krieg über Liebe bis hin zu Nahtoderfahrungen, die sich aber alle harmonisch miteinander verbinden und nicht künstlich wirken.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd von den beiden Protagonisten Carrie und Ray. Die Wechsel zwischen den beiden waren für mich sehr angenehm und haben das Lesen auch nicht unnötig gestört oder verzögert. Beide waren mir sehr sympathisch, angenehm, fassbar und sind mir sehr ans Herz gewachsen.

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Obwohl es der zweite Band einer Reihe ist, kann man dieses Buch auch ohne den ersten Band lesen und sich in die Geschichte voll und ganz hineinfallen lassen. Ich kann es nur empfehlen zu lesen mit einer großen Taschentücherpackung dazu.

Eure

Schriftzug

 

[Rezension] “Kalte Asche” von Simon Beckett

Hallo ihr lieben Bücherfreunde,

heute möchte ich euch ein weiteres Buch vorstellen, welches ich schon vor vielen Jahren zum ersten Mal gelesen habe und nun wieder Lust verspürte hatte es noch einmal zu lesen.

KalteAscheSeiten: 431 Seiten
Verlag: rororo (zur Verlagsseite)
Sprache: Deutsch
ISBN-10:  380520812X
ISBN-13:978-3805208123
Preis: 9,90 €

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Asche zu Asche

Staub zu Staub

Leben zu Tode

Asche ist alles, was von ihr übrig geblieben ist. Fast alles. Als der Rechtsmediziner David Hunter die Überreste der Frau in einem verfallenen Cottage auf der schottischen Insel Runa zum ersten Mal erblickt, läuft ihm ein Schauer über den Rücken. Ihr Tod war kein Unfall, da ist er sich sicher. Als er seine Erkenntnisse dem Superintendenten mitteilen will, ist die Leitung tot. Ein Sturm schneidet die Insel von der Außenwelt ab. Da beginnen die Morde von neuen …“

Quelle: Rowohlt-Verlage

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Nach dem ich den ersten Fall von David Hunter hinter mich gelassen hatte, musste ich einfach den zweiten Fall zur Hand nehmen und anfangen zu lesen. Da es auch schon viele Jahre her ist, als ich dieses Buch gelesen habe, konnte ich mich fast wieder, wie neu in die Geschichte fallen lassen.

Die Covergestaltung des zweiten Bandes ist, wie beim ersten Band „Die Chemie des Todes“, sehr schlicht gehalten. Diesmal dominiert allerdings die Farbe Schwarz und die Schrift ist in Weiß gehalten. Meinen Geschmack trifft es und ich bin froh das die Gestaltung der Bücher beibehalten wird. Sie variieren zwar, aber verlieren nie ihre Schlichtheit.

Diesmal verschlägt es den forensischen Anthropologen auf eine kleine schottische Insel, wo er wieder einen sehr kniffeligen Fall lösen muss. Die Geschichte ist wieder sehr packend und spannend. Die Kombination aus ruhigen und lebhaften Momenten hat mir wieder gut gefallen. Simon Beckett hat es wieder geschafft mich auf eine falsche Fährte zu locken.

Die Nebencharakter fand ich wirklich gut gezeichnet und der ein oder andere Charakter hat mich doch sehr interessiert. Leider weiß man das man diese wohl nicht wieder sieht. Der Protagonist ist in meinen Augen weiter gewachsen und ist noch ein Stückchen mehr in mein Herz gerückt.

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Ich mochte den zweiten Fall von David Hunter und kann ihn nur empfehlen zu lesen. Ich freue mich sehr auf den dritten Fall von David Hunter und diesen Lese ich dann auch zum ersten Mal. 🙂